Assessment Stufe bestanden? – Gratulation! Nun kann das «wirkliche» Studium beginnen. War es bisher geprägt von Pflichtveranstaltungen, geniesst du im Bachelor-Programm wesentlich mehr Freiheiten in Bezug auf die Fächerwahl und Pensum. Insbesondere ist es nun an der Zeit, sich für eine Studienrichtung zu entscheiden und es stehen dir ab jetzt verschiedenste Veranstaltungen an anderen Fakultäten offen und unter Einhaltung gewisser Richtlinien, ist auch die Anrechnung von den Sprachkursen des Sprachenzentrums möglich.
Die erhöhte Flexibilität eröffnet dir neben der Wahl deines Curriculums viele weitere Möglichkeiten. Die Mehrzahl der Kommilitoninnen und Kommilitonen arbeiten während des Bachelor-Studiums Teilzeit. Darüber hinaus können erste Auslanderfahrungen im Rahmen eines Austauschprogrammes der Universität gewonnen werden.
In dieser Sektion findest du Tipps zu deinem Studium im allgemeinen und zur Wahl deiner Vertiefungsrichtung, Berichte zu Veranstaltungen deiner Stufe und verschiedene weitere Berichte von Studierenden, die Ihre Erfahrungen gerne mit Nachfolgern teilen möchten.
Unsere Sammlung an Erfahrungsberichten befindet sich im Aufbau, fehlt eine von dir besuchte Veranstaltung noch in unserem Verzeichnis oder möchtest du eine andere Erfahrung in und um dein Studium gerne mit deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen teilen, so sende uns deinen Text zu. Damit dein Bericht auch gelesen wird, sollte er 1500 Zeichen nicht überschreiten:
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Wir wünschen dir ein erfolgreiches Bachelor-Studium.
Anrechenbarkeit von fakultätsfremden Veranstaltungen
Dies betrifft insbesondere Veranstaltungen an anderen Fakultäten und der ETH. Es lassen sich nur Kurse auf Bachelor-Niveau anrechnen. Dies gilt für alle Studiengänge.
» Merkblatt zur Anrechnung externer, fakultätsfremder Module (UZH, ETH) im Wahlbereich
Anmeldung zum Studienabschluss
Um sich für den Studienabschluss anzumelden, muss man persönlich beim Dekanat vorbeigehen und folgende Dokumente mitbringen:
Unbedingt zu beachten sind ausserdem:
- Promotionstermine und der korrespondierende Anmeldeschluss
- Öffnungszeiten des Dekanates
» Information der Fakultät zum Studienabschluss und Bachelorarbeit
Bachelorarbeit
Die Bachelorarbeit stellt die letzte grosse Hürde vor dem Studienabschluss dar. Das Schreiben der Arbeit erfordert Disziplin und Geduld, beginne also nicht erst im letzten Monat.
Zuerst musst du dir den Lehrstuhl aussuchen, der deine Bachelorarbeit betreuen soll. Der darauf folgende Prozess unterscheidet sich von Lehrstuhl zu Lehrstuhl. Einige Professoren schreiben die Bachelorarbeits-Themen auf dem Internet aus und man muss sich bereits mit einer Disposition zum gewünschten Thema bewerben, bei anderen läufts wesentlich informeller. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit einem Unternehmen.
Kurz nachdem du die definitive Bestätigung des Professors oder deines persönlichen Betreuers erhalten hast, dass er die Bachelor-Arbeit betreuen wird, kannst du dein Thema auf dem Dekanat abholen. Die folgenden Dokumente werden fürs Abholen benötigt:
Ab diesem Zeitpunkt läuft die vier-monatige Frist bis zur Abgabe.
Zwei Exemplare der Arbeit sind rechtzeitig dem Dekanat abzugeben. Die Abgabe kann persönlich oder per eingeschriebener Post erfolgen. Fürs letztere gilt das Datum des Poststempels.
Verspätet abgegebene Arbeiten werden als «nicht bestanden» gewertet. Die Arbeit kann einmalig mit neuer Themenstellung wiederholt werden.
Zum Schreiben der Bachelarbeit publizierten wir in unserem Vademecum zur Bachelorstufe, dem OecBachelor, einen ausführlichen Bericht.
» Information der Fakultät zum Studienabschluss und Bachelorarbeit
Informationen der Fakultät und Studienordnung
Falls du immer noch nicht dazu gekommen bist, ist nun definitiv der Zeitpunkt gekommen die Studienordnung gründlich zu studieren. Viele der wichtigsten Inhalte findest du auch in unserem Vademecum oder der Website, wir möchten hier aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass unsere Services nicht darauf ausgelegt sind, das Lesen der Studienordnung zu ersetzen.
In der Rahmenordnung findest du darüber hinaus die allgemeinen Bestimmungen zum Studiengang, insbesondere zur Prüfungsregelung und dem Punktesystem.
» Studienordnung zum Bachelor of Arts
» Rahmenordnung zum Bachelor of Arts
» Informationen zum Bachelor-Studium auf den Seiten der Fakultät
Modulbuchung
Wichtig: Wenn du die Modulbuchungs-Frist aus Versehen verpasst gibt es keine Möglichkeit dir nachträglich die Module zu buchen. Buche die Module unbedingt frühzeitig und erstelle einen Ausdruck. Weiteres zur Modulbuchungsthematik und die Bemühungen des Fachvereins Oekonomie zur Verbesserung der Bedingungen findest du im Bereich Unipolitik.
» Aktuelle Bemühungen Modulbuchungs-Problematik
Noten
«Der Notendurchschnitt ergibt sich aus dem mit der jeweiligen Punktzahl gewichteten Durchschnitt der Einzelnoten aller bestandenen benoteten Module der Bachelorstufe» (Studienordnung). Du siehst hier, dass die Noten der Assessmentstufe nicht relevant für den Notendurschnitt des Bachelors sind.
Sprachkurse am Sprachenzentrum
Du kannst dir insgesamt 3 ECTS von am Sprachenzentrum besuchten Kursen im Bachelor-Wahlbereich anrechnen lassen. Die Kurse müssen mindestens auf dem Niveau B1 sein und Deutschkurse sind nicht anrechenbar.
Übergang Bachelor/Master
Nicht zuletzt dank der Bemühungen des Fachverein Oekonomie im letzten Jahr, wurde eine neue Übergangsbestimmung eingeführt. Neu können bereits vor dem Abschluss des Bachelorstudiums (vor Anmeldung zum Studienabschluss) 30 Punkte im Master-Programm erworben werden. Einzige Bedingung bleibt, dass alle Module der Assessment-Stufe bestanden wurden.
» Informationen der Fakultät zu dieser Thematik
Wann oder wie wähle ich meine Studienrichtung
Vom offiziellen Standpunkt her, wählst du deine Studienrichtung erst im Formular zum Studienabschluss verbindlich. Inoffiziell ist es sinnvoll, sich möglichst früh für eine Studienrichtung zu entschieden, weil eine gute Planung des Studiums andernfalls sehr schwierig ist.
Diese Tipps wurden von uns nach bestem Wissen zusammengestellt. Wir können aber keine Verantwortung für Fehler übernehmen. Im Zweifelsfall informiere dich direkt bei der Uni.
Studiengang BWL - Nichts als auswendig lernen?
„BWL Studenten können nichts ausser auswendig lernen.“ Diesen Satz wird wohl jeder zukünftige BWL- Student hin und wieder hören. Doch stimmt das wirklich?
von Deborah Paoletti
Grundsätzlich ist im BWL-Studium einiges vorgeben. Sei es Mathe, Finance, Marketing oder Volkswirtschaft; aus jedem dieser Bereiche muss mindestens ein Fach gewählt werden. Dies führt dazu, dass zumindest im Bachelor eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet recht schwierig ist.
Doch auch wenn ich selbst hin und wieder über einen mühsamen „Topf“ fluche, das System hat durchaus seine Vorteile. So entdeckt man neue Interessengebiete und zudem ist manch ein als mühsam empfundenes Fach plötzlich auch für die eigene Wunschrichtung hilfreich. Und siehst du genauer hin, dann merkst du, dass es trotz aller Vorgaben möglich ist, sich dank der grossen Auswahl an Veranstaltungen einen vielfältigen und abwechslungsreichen Stundenplan zu gestalten.
Planung ist alles
Wenn man sein Studium in sechs Semestern abschliessen will, ist gute Planung und einiges an Disziplin nötig. Es ist wichtig, dass du dir schon im Voraus Gedanken machst, wann du welches Fach besuchen willst. Denn bestehst du einmal etwas nicht, bedeutetet dies, dass du womöglich im nächsten Semester mehr als 30 ETCS-Punkte einfahren musst - was aber durchaus machbar ist.
Falls du im Bachelor noch Assessmentfächer nachholen musst, würde ich dir aber unbedingt raten, dich nicht zu übernehmen, denn weniger ist oft mehr!
Ungeliebtes nicht aufschieben
Es ist durchaus verlockend, im zweiten Studienjahr nur genau diese Fächer zu besuchen, die dich auch brennend interessieren. Trotzdem kann es gefährlich sein, alle ungeliebten Töpfe auf den Schluss deines Studiums aufzuschieben. Studierende, die z.B. Mühe mit Mathematik haben und in ihrem letzten Semester nur noch VWL- und/oder mathematische Fächer besuchen müssen, haben meines Erachtens etwas falsch gemacht. Die Chance durchzufallen ist nun am höchsten und dies würde das Studium zusätzlich verlängern. Zudem kannst du von den Fächern, die dich wirklich interessieren, am Ende deines Studiums auch mehr profitieren, da dir dein grösseres Grundwissen einen besseren Zugang zum Thema erlaubt.
Zudem empfehle ich dir, das obligatorische Seminar spätestens im fünften Semester zu besuchen. Der Andrang auf Seminarplätze ist gerade im sechsten Semester sehr gross und ich kenne Studenten, die nur, weil sie keinen entsprechenden Seminarplatz mehr gefunden haben, ihr Studium unfreiwillig verlängern mussten.
Sich etwas zutrauen und Neues wagen
Unterschätze dich nicht selbst! Du kannst viel mehr als nur auswendig lernen, aber tue es auch. Es tut allen Studierenden gut, auch einmal ein Fach zu besuchen, bei dem sie oder er an ihre/seine Grenzen stösst. Wenn dich also ein Fach interessiert, dann besuche es trotz einer hohen Durchfallquote. Wage dich ganz bewusst an eine unbekannte Materie heran, denn du wirst unglaublich davon profitieren. Viele BWL-Studenten drücken sich ihr ganzes Studium lang vor Fächern, die nur annähernd mit Mathe zu tun haben. Schwierige Fächer schulen aber dein Denken und das ist mehr wert als 100 auswendig gelernte Papierkärtchen. Dann kannst du beim nächsten „BWL-Studenten können nichts als auswendig lernen“ auch entsprechend kontern... weil du weisst, dass du mehr kannst.
Fächertipps:
- Financial Statement Analysis
- Corperate Finance 1
- Performance Management
- Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
- Leadership (an der ETH)
Studiengang Volkswirtschaftslehre @ UZH: What else?
von David Khan
Wer die Assessmentstufe in Zürich absolviert hat, weiss um den hohen Stellenwert der VWL an unserer Fakultät. Über den ausgezeichneten Ruf brauche ich erst gar keine Worte zu verlieren. Ich möchte deshalb in den folgenden Zeilen versuchen darauf einzugehen, was es für euch bedeutet bzw. bedeuten kann, an der Universität Zürich VWL zu studieren.
Der Grund, weshalb ich mich – spät aber doch – für VWL entschieden habe, war in erster Linie die lange Liste an interessanten und vielversprechenden Vorlesungen innerhalb dieses Studienganges. Dieses grundsätzliche Interesse an der VWL erachte ich übrigens auch als das wichtigste Entscheidungskriterium für diesen Studiengang.
Das VWL-Studium ist grundsätzlich in die Bereiche Mikro- und Makroökonomie unterteilt. Im Mikro-Topf ist meiner Meinung nach die Veranstaltung „Grundlagen der Personal- und Organisationsökonomik“ von und mit dem Aushängeschild unserer Fakultät, Prof. Dr. Fehr, besonders zu empfehlen. In dieser Vorlesung wird das uns allen bekannte Bild des homo oeconomicus um einige sehr interessante Ansätze erweitert.
Im Bereich der Makro sind meiner Meinung nach die beiden Veranstaltungen „Intertemporale Probleme der Finanzwissenschaft“ und „Der Öffentliche Sektor“ ein Muss. Zugegebenermassen grenzt der Vorlesungsstil von unserem Dekan, Prof. Dr. Falkinger, manchmal an das Prädikat „einschläfernd“, aber einen fachlich derart kompetenten Professor habe ich noch selten erlebt.
Im Frühlingssemester zähle ich „Industrieökonomik“ und „Introduction to Game Theory“ zu den Fächern, die einerseits sehr interessant sind und andererseits eine wichtige Grundlage für das weitere Studium darstellen.
„Umwelt- und Ressourcenökonomik“ ist ein Fach, das für mich mit einem relativ geringen Aufwand verbunden war und das ich als äusserst spannend empfand – und zwar nicht nur aufgrund der Aktualität der Thematik, die sich in enormen Anstrengungen diverser Staaten äussern, z.B. die im Rahmen des Kyotoprotokolls vereinbarten CO2 – Emissionen zu verringern.
Ein weiteres Fach, welches ich euch ans Herz legen möchte, ist „Monetary Macroeconomics“. Zum Vorlesungsinhalt gehört die Rolle des Geldes in der Ökonomie, wodurch ihr z.B. einen vertieften Einblick in Strategien erhält, die im Rahmen der aktuellen wirtschaftlichen Krise von verschiedensten Staaten verfolgt werden.
Alle von euch, die sich auch für die historischen Entwicklungen der Wirtschaft interessieren, kommen am Lehrstuhl von Prof. Dr. Woitek und z.B. der Veranstaltung „Quantitative Wirtschaftsgeschichte“ nicht vorbei, die übrigens als Übung, Vorlesung mit integrierter Übung sowie als Seminar angeboten wird.
Ganz allgemein wird in den meisten Veranstaltungen der VWL ein starkes Gewicht auf formale Modelle und empirische Resultate gelegt. Diesem starken Fokus auf aktuelle Forschungsergebnisse verdankt unsere Fakultät ihren guten Ruf auf dem Gebiet der VWL und darüber sollte sich jeder im Klaren sein, der an der UZH VWL studieren will.
All diese Erläuterungen führen mich zum Schluss, dass der Studiengang VWL an der Universität Zürich eine lohnenswerte Sache ist. Auf hohem Niveau werden theoretische Modelle mit den aktuellen Ergebnissen aus der Forschung kombiniert und ihr bekommt Instrumente mit auf den Weg gegeben, die es euch erlauben, die Vorgänge in einer immer komplexeren Welt besser zu verstehen und zu beurteilen.
Meine Must-Haves für VWL’ler:
- Grundlagen Personal- und Organisationsökonomik
- Öffentlicher Sektor
- Intertemporale Probleme der Finanzwissenschaft
- Introduction to Game Theory
- Monetary Macroeconomics
- Industrieökonomik
Studiengang Management and Economics - Wieso nicht?
David Kahn wechselte in seiner universitären Karriere vom M&E- zum VWL-Studiengang und gibt euch auf den folgenden zwei Seiten einen Einblick in die Besonderheiten dieser beiden Studiengänge.
von David Khan
„Das ist weder Fisch noch Vogel“, ist ein Vorurteil, das ich mir über den M&E-Studiengang immer wieder anhören musste. Dieses Argument baut vor allem auf der Vorstellung auf, dass es während Bewerbungsprozessen für die Personalabteilung schwierig sein kann, zu beurteilen, was M&E als Studiengang konkret beinhaltet. Ob dem tatsächlich so ist, weiss ich nicht.
Was mich aber persönlich an diesem Studiengang besonders reizte, war die Möglichkeit, mich nicht ausschliesslich auf VWL oder BWL konzentrieren zu müssen, sondern einen Einblick in beide Disziplinen erhalten würde.
Durch die Vorgabe von vier Pflichtfächern wird allerdings gewährleistet, dass es nicht einfach zu einer willkürlichen Mischung kommt. Im dritten Semester werden die Veranstaltungen „Governance“, „Personal- und Organisationsökonomik“ sowie „Arbeitsmarktökonomik“ empfohlen, im vierten sollte man „Absatzmarkt und Konsum“ besuchen.
In der Veranstaltung „Governance“ werden verschiedene Probleme zwischen Eigentümern und Managament einer Unternehmung sowie zwischen den Eigentümern untereinander beleuchtet und wie diese gehandhabt werden. Für die Prüfung gilt: so viel wie möglich auswendig lernen!
In „Personal- und Organisationsökonomik“ werden vor allem Anreizmechanismen für Arbeiter anhand mathematischer Konzepte und formaler Modelle analysiert. Was es zu beachten gilt, ist, dass die Vorlesung und Übung getrennt gebucht werden müssen und dementsprechend getrennt bewertet werden. Das bedeutet gleichzeitig, dass man innerhalb einer einzigen Veranstaltung zwei Fehlversuche machen kann. Dasselbe gilt auch für „Arbeitsmarktökonomik“.
Die Veranstaltung „Arbeitsmarktökonomik“ empfand ich einerseits als sehr spannend, durch den starken Fokus auf statistische Methoden aber andererseits auch als etwas mühsam. Dies vor allem dann, wenn man die Pflichtveranstaltung „Einführung in die empirische Wirtschaftsforschung“ noch nicht gehört hat.
Ein grosser Pluspunkt des M&E-Studienganges ist, dass man sein Studium dank der 18 frei wählbaren Punkte je nach Geschmack auf die BWL, VWL oder auch Banking & Finance fokussieren kann. Aus dem Bereich BWL empfehle ich u.a. das „Seminar Governance“, weil es eine Vertiefung der Vorlesungsinhalte erlaubt. „Financial Statement Analysis“ ist beinahe schon ein Muss und wer sich mehr für personaltechnische Fragen interessiert, kann z.B. Fächer wie „Human Resource Management“ oder die diversen Veranstaltungen von Frau Prof. Dr. Backes-Gellner besuchen. Bei Letzteren ist allerdings zu erwähnen, dass wiederum ein starkes Gewicht auf empirische Methoden gelegt wird, weshalb sie Statistik-Muffeln nicht zu empfehlen sind.
Aus dem VWL-Topf bieten sich Vorlesungen wie „Banking Regulation and Supervision“, „Industrieökonomik“ oder „Introduction to Game Theory“ an. Im Herbstsemester sind insbesondere die Veranstaltungen von Prof. Dr. Falkinger („Öffentlicher Sektor“) oder Prof. Dr. Hoffmann („International Economics“) zu empfehlen.
Management and Economics ermöglicht meiner Meinung nach einen theoretisch fundierten Einblick in durchaus praxisrelevante Sachverhalte, die es für Wirtschaftsakteure in einer globalisierten Welt unbedingt zu verstehen gilt.
Meine Must-Haves für M&E’ler:
- Grundlagen der Organisation
- Financial Statement Analysis
- Introduction to Game Theory
- Öffentlicher Sektor
- International Economics
Studiengang Banking & Finance - Mehr als nur Bonus!
Redakteur und Masterstudent Florian Eugster versucht euch in diesem Artikel davon zu überzeugen, dass der Studiengang Banking & Finance mehr als „nur“ den Einstieg in Banken ermöglicht.
von Florian Eugster
Der Studiengang "Banking & Finance" umfasst neben den gemeinsamen Pflichtfächern des Bachelorstudiums noch eigene Pflichtfächer. Es handelt sich dabei u.a. um die Veranstaltung „Corporate Finance 1“, welche in einer innovativen E-Learning-Umgebung auf der Onlineplattform OLAT eingebettet ist und im Wintersemester jeweils von Prof. Alexander Wagner, PhD. gelesen wird. Dabei sind sogenannte „Involving Activities“ (Gruppenübungen) zu bearbeiten, die z.B. mögliche Probleme einer Unternehmensbewertung aufzeigen. Diese zwar aufwändige, aber auch äusserst lehrreiche Veranstaltung sollte meines Erachtens von allen Studierenden auf der Bachelorstufe besucht werden.
Durch die enorme Vielfalt an Vorlesungen im Bereich B&F ist es Studierenden dieses Studienganges möglich, sich vielfältig zu spezialisieren, gleichzeitig kann diese grosse Auswahl aber auch als Qual der Wahl angesehen werden. Das Institut für schweizerisches Bankwesen (ISB), welches federführend für den Studiengang ist, kann fachlich in vier Richtungen unterteilt werden. Im Gebiet der Corporate Finance gibt es neben der Einführungsveranstaltung „Corporate Finance I“ noch weitere empfehlenswerte Veranstaltungen, welche aufgrund der hohen Praxisnähe auf hohes Interesse von Seiten der Studierenden stossen. Im Bereich der Financial Services werden Fragen rund um die Bankenwelt behandelt, die ebenfalls einen starken Praxisbezug aufweisen. Diese beiden Teilbereiche decken den Löwenanteil des Studienangebots in der Bachelorstufe ab. Der Bereich Quantitative Finance wird durch die Pflichtveranstaltung "Asset Pricing" vertreten. Auf der Masterstufe sowie im speziellen im Master of Quant Finance in Zusammenarbeit mit der ETH, kann diese Fachrichtung weiter vertieft werden. Dies trifft auch für den Bereich Financial Economics zu, welcher neben einer Einführungsveranstaltung noch die Vorlesung "Behavioral Decision Theory" beinhaltet.
Neben zahlreichen Vorlesungen bietet das ISB auch interessante Seminare an, in denen die relevanten Themeninhalte teilweise auf innovative und spielerische Art und Weise vermittelt werden. Als Beispiel sei das Seminar „Business and Finance Game“ genannt, das sich besonders für Studierende eignet, die direkt von der Assessmentstufe ins Bachelorstudium übertreten. Mit diesem „Brettspiel“ werden die betriebwirtschaftlichen Mechanismen und Abläufe sowie deren finanziellen Auswirkungen simuliert. Ein Muss für jeden zukünftigen CFO!
Grundsätzlich eignet sich der Studiengang Banking & Finance für alle, die sich eine Karriere in der vielfältigen Finanzbranche vorstellen können. Dabei werden Abgänger nicht nur im Bankwesen, sondern auch in Finanzabteilungen von Industrieunternehmungen, Beratungsunternehmen, Versicherungen aber auch bei Treuhandgesellschaften gesucht. Wer sich ein Bild von diesen Karrieremöglichkeiten und Berufschancen machen möchte oder mit mehr oder weniger gleichaltrigen Absolventen oder Studierenden sprechen möchte, dem seien die regelmässig vom Finance Club der Universität Zürich veranstalteten „Brown Bag Lunches“ empfohlen.
Meine Must-Haves für B&F’ler:
- Corporate Finance 1 & 2
- eCF - Valuation
- Grundlagen des Banking
- Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
- Financial Statement Analysis