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Wenn man davon ausgeht, dass du den Erstsemestrigentag besucht und die gesamte Assessmentstufe hinter dich gebracht hast, dann wurde dir die folgende Phrase wenigstens zwölfmal eingetrichtert: «Lesen Sie die Studienordnung.» Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass diese Forderung auf der persönlichen Prioritätenliste zu Beginn des Studiums ziemlich weit hinten rangiert. Wenn man sich nämlich einmal an das universitäre Leben gewöhnt und es zu geniessen begonnen hat, befindet man sich meist schon mitten im Semester und beginnt langsam aber sicher den sanften Druck der sich nähernden Prüfungszeit zu spüren. Weil ich und du wissen, dass du auch in Zukunft nur sehr begrenzte zeitliche und motivationstheoretische Ressourcen haben wirst, um dir die Studienordnung in ihrer vollen Pracht zu Gemüte zu führen, werde ich dich auf den folgenden Seiten kurz und knapp in ihre Geheimnisse einweihen. Um aber eines vorwegzunehmen: Die Ausführungen in diesem Artikel ersetzen das Lesen der Studienordnung nicht! Sie können als Hilfsmittel zum Verständnis derselben dienen, jedoch solltest du dir dennoch irgendwann die Zeit nehmen und sie durchlesen. Alle Informationen, die in diesem Text enthalten sind, basieren darauf und du findest sie unter folgendem Link: http://www.oec.uzh.ch/academicprograms/bachelor/bachelorwirtschaft-1.html Das Wichtigste vorneweg: Wer den akademischen Grad des Bachelor of Arts in Wirtschaftswissenschaften in der Regelstudiendauer von sechs Semestern erlangen will, muss sein Studium penibel genau planen, weil in jedem der vier möglichen Bachelorstudiengänge an der UZH eine bestimmte Anzahl Punkte aus bestimmten Bereichen der Wirtschaftswissenschaften zu erlangen sind. Eine Hilfe kann dabei das Excel-Sheet sein, dass wir dir auf der Website zur Verfügung stellen.
Die AssessmentstufeVor dem Übertritt ins Bachelorstudium musst du natürlich die Assessmentstufe über- und bestehen. Um die insgesamt 60 Punkte der Assessmentstufe zu erwerben, hast du maximal zwei Jahre bzw. vier Semester Zeit. Hast du das geschafft, erhältst du eine schriftliche Bestätigung über den Abschluss der Assessmentstufe und darfst dein Bachelorstudium beginnen.Kommen wir nun aber zu den Folgen einer oder mehrerer nicht bestandener Prüfungen. Grundsätzlich gilt: Du darfst während der Assessmentstufe maximal sechs Fehlversuche anhäufen, d.h. sechs Veranstaltungen nicht bestehen. Bestehst du eine oder mehrere Prüfungen nicht, dann darfst du im nächsten Jahr noch einmal an ihnen teilnehmen, solange es wie gesagt nicht mehr als sechs sind. Bestehst du diese Prüfungen und erreichst die 60 Punkte der Assessmentstufe beim zweiten Anlauf, dann darfst du dein Bachelorstudium im darauf folgenden Semester beginnen. Bedingte Zulassung zur BachelorstufeWenn du zwar den Grossteil der Assessmentstufe erfolgreich abgeschlossen, aber bestimmte Veranstaltungen nicht bestanden hast, dann darfst du dein Bachelorstudium bedingt aufnehmen, wenn du mindestens 45 Punkte erreicht hast. Hast du weniger als 45 Punkte angesammelt, dann musst du im dritten bzw. vierten Semester die verpatzten Prüfungen nachholen und darfst erst mit dem Bachelorstudium beginnen, wenn du die 45-Punkte-Hürde gemeistert hast. Während der bedingten Zulassung zur Bachelorstufe musst du allerdings die nicht bestandenen Prüfungen der Assessmentstufe nachholen.Fällst du durch mehr als sechs Prüfungen oder bestehst eine Prüfung beim zweiten Versuch auch nicht, dann hast du die Assessmentstufe endgültig nicht bestanden und bist in der ganzen Schweiz vom Studium der Wirtschaftswissenschaften auf universitärem Niveau ausgeschlossen. Die BachelorstufeHast du die Assessmentstufe erfolgreich oder bedingt hinter dich gebracht, steht dir das aufregende Leben als Bachelorstudent bevor. Bevor du allerdings die Bachelorstufe antrittst, solltest du dir Gedanken darüber gemacht haben, in welcher Studienrichtung du dein Wissen vertiefen möchtest. Die vier zur Auswahl stehenden Studienrichtungen sind Volkswirtschaftslehre (VWL), Betriebswirtschaftslehre (BWL), Banking & Finance (B&F) sowie Management & Economics (M&E).Wie und ob sich die jeweiligen Studiengänge voneinander unterscheiden, hängt schlussendlich von dir selbst ab. Wie du in Abbildung 2 (Seite 7) erkennen kannst, lässt dir jeder der vier möglichen Studiengänge sehr grosse Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten offen, um dein Studium auf deine Interessen und dein erhofftes zukünftiges Berufsumfeld auszurichten. Dennoch ergeben sich einige wesentliche Unterschiede, die sich v.a. aus dem vermittelten Inhalt und den damit verbundenen, studiengangspezifischen Pflichtveranstaltungen ergeben. ECTSEgal für welchen Studiengang du dich schlussendlich auch entscheidest: Am Ende der gesamten Bachelorstufe musst du 180 Punkte auf deinem Konto stehen haben. Diese ergeben sich aus den Punkten der Assessmentstufe (60) und denjenigen der Bachelorstufe (120). Beachte hierbei, dass mindestens 3 der 120 Punkte aus Seminaren der Bachelorstufe erworben werden müssen.Abbildung 2 auf Seite 7 gibt dir einen Überblick über alle vier Studienrichtungen und die ECTS-Punkte, die du während des Bachelorstudiums erwerben musst. Insgesamt musst du in jedem der vier Studiengänge gleich viele Punkte für einen Studiumsabschluss erreichen, es ergeben sich also durch die Wahl eines bestimmten Studienganges keine Vor- bzw. Nachteile bezüglich der zu erbringenden Leistungen. Es steht dir ausserdem frei, mehr als die vorgegebenen 180 Punkte für den Abschluss deines Bachelorstudiums zu erwerben. Du solltest allerdings beachten, dass dir von diesen zusätzlichen Punkten maximal 30 angerechnet werden. Der oder die Prüfungsdelegierte entscheidet jeweils, welche der überzähligen Punkte dir angerechnet werden und welche nicht, in der Regel fallen die zuletzt erworbenen (überschüssigen) Punkte weg. Die WahlpflichtbereicheDie Unterteilung der jeweiligen Blöcke in Wahlpflichtbereiche, also z.B. des VWL-Blocks in die Bereiche VWL1 und VWL2 oder des BWL-Blocks in die Bereiche BWL1 bis BWL6, basiert auf den inhaltlichen Themenschwerpunkten der Studienrichtungen. Diese Unterteilung der Blöcke in Wahlpflichtbereiche spielt für dich aber nur dann eine Rolle, wenn du im Rahmen einer der vier Studiengänge eine bestimmte Anzahl Punkte aus diesen Bereichen erwerben musst. Diese Fälle sind in Abbildung 2 jeweils gekennzeichnet und angegeben.Die sogenannten «freien» Punkte kannst du entweder auf die jeweiligen Bereiche und Blöcke deines Studienganges, oder aber auf andere und/oder fakultätsfremde Veranstaltungen verteilen. Die BachelorarbeitVor dem erfolgreichen Abschluss deines Bachelorstudiums steht die Bachelorarbeit, die mit 18 ECTS-Punkten bewertet ist und für die du vier Monate Zeit hast. Bei Nichtbestehen der Bachelorarbeit darfst du ein weiteres Mal eine Arbeit erstellen, musst jedoch ein anderes Thema bearbeiten. Wenn die Bachelorarbeit darüber hinaus das letzte Modul ist, das dir zum Studienabschluss noch fehlt, musst du sie mindestens 60 Tage vor dem nächsten Promotionstermin am Dekanat einreichen.Während der gesamten Bachelorstufe darfst du maximal acht Fehlversuche anhäufen. Bis auf die Bachelorarbeit darfst du dabei jedes nicht bestandene Modul so oft wiederholen, wie du willst. Bis auf die Pflichtveranstaltungen steht es dir ausserdem frei, anstelle einer nicht bestandenen Veranstaltung eine andere zu wählen. Beachte dabei, dass auch nicht bestandene Prüfungen fakultätsfremder Veranstaltungen als Fehlversuche während der Bachelorstufe gelten. NotenIch möchte nun auf die Notengebung für den Bachelorabschluss eingehen. Tatsächlich ist es so, dass die Noten der Assessmentstufe nicht zum Durchschnitt des Studiumsabschlusses zählen. Dein Notendurchschnitt, der schlussendlich auf deinem Bachelordiplom stehen wird, ergibt sich also aus den Noten der bestandenen Module während der Bachelorstufe, die mit den Punkten der jeweiligen Veranstaltungen gewichtet werden. Nicht bestandene Module werden nicht im Durchschnitt berücksichtigt. Die Berechnung der Note erfolgt exakt und wird schlussendlich auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet. Abschlüsse zwischen den Noten 5 und 5.5 werden mit einem «magna cum laude», Noten zwischen 5.5 und 6 mit einem «summa cum laude» ausgezeichnet.StudienabschlussWenn du alle nötigen Punkte zum Abschluss deines Bachelorstudiums zusammengekratzt hast, kannst du dich am Dekanat für den Studienabschluss bewerben. Bitte beachte dabei die jeweils geltenden Fristen zum Abschluss deines Bachelorstudiums. Diese Fristen und alle anderen relevanten Informationen zum Studienabschluss erhältst du auf der Homepage der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät:http://www.oec.uzh.ch/academicprograms/Studienabschluss/bachelor.html Übergang ins MasterstudiumHast du auch die Bachelorstufe erfolgreich hinter dich gebracht, dann steht es dir frei, ein Masterstudium der Wirtschaftswissenschaften zu beginnen. Dabei gilt zu beachten, dass du nach vollständigem Abschluss der Assessmentstufe schon während dem Bachelorstudium bis zu 30 ECTS Punkte aus dem Pflicht- und Wahlpflichtbereich des Masterstudiums vorziehen kannst.Die letzten TippsAbschliessend möchte ich dir folgende Tipps rund ums Bachelorstudium an der Universität Zürich mit auf den Weg geben:
Anrechenbarkeit von fakultätsfremden Veranstaltungen Dies betrifft insbesondere Veranstaltungen an anderen Fakultäten und der ETH. Es lassen sich nur Kurse auf Bachelor-Niveau anrechnen. Dies gilt für alle Studiengänge. » Merkblatt zur Anrechnung externer, fakultätsfremder Module (UZH, ETH) im Wahlbereich
Anmeldung zum Studienabschluss Um sich für den Studienabschluss anzumelden, muss man persönlich beim Dekanat vorbeigehen und folgende Dokumente mitbringen:
Unbedingt zu beachten sind ausserdem:
» Information der Fakultät zum Studienabschluss und Bachelorarbeit
Bachelorarbeit Die Bachelorarbeit stellt die letzte grosse Hürde vor dem Studienabschluss dar. Das Schreiben der Arbeit erfordert Disziplin und Geduld, beginne also nicht erst im letzten Monat.
Ab diesem Zeitpunkt läuft die vier-monatige Frist bis zur Abgabe. » Information der Fakultät zum Studienabschluss und Bachelorarbeit Informationen der Fakultät und Studienordnung Falls du immer noch nicht dazu gekommen bist, ist nun definitiv der Zeitpunkt gekommen die Studienordnung gründlich zu studieren. Viele der wichtigsten Inhalte findest du auch in unserem Vademecum oder der Website, wir möchten hier aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass unsere Services nicht darauf ausgelegt sind, das Lesen der Studienordnung zu ersetzen. » Studienordnung zum Bachelor of Arts
Modulbuchung Wichtig: Wenn du die Modulbuchungs-Frist aus Versehen verpasst gibt es keine Möglichkeit dir nachträglich die Module zu buchen. Buche die Module unbedingt frühzeitig und erstelle einen Ausdruck. Weiteres zur Modulbuchungsthematik und die Bemühungen des Fachvereins Oekonomie zur Verbesserung der Bedingungen findest du im Bereich Unipolitik. » Aktuelle Bemühungen Modulbuchungs-Problematik
Noten «Der Notendurchschnitt ergibt sich aus dem mit der jeweiligen Punktzahl gewichteten Durchschnitt der Einzelnoten aller bestandenen benoteten Module der Bachelorstufe» (Studienordnung). Du siehst hier, dass die Noten der Assessmentstufe nicht relevant für den Notendurschnitt des Bachelors sind.
Sprachkurse am Sprachenzentrum Du kannst dir insgesamt 2 ECTS von am Sprachenzentrum besuchten Kursen im Bachelor-Wahlbereich anrechnen lassen. Die Kurse müssen mindestens auf dem Niveau B1 sein und Deutschkurse sind nicht anrechenbar.
Übergang Bachelor/Master Nicht zuletzt dank der Bemühungen des Fachverein Oekonomie im letzten Jahr, wurde eine neue Übergangsbestimmung eingeführt. Neu können bereits vor dem Abschluss des Bachelorstudiums (vor Anmeldung zum Studienabschluss) 30 Punkte im Master-Programm erworben werden. Einzige Bedingung bleibt, dass alle Module der Assessment-Stufe bestanden wurden. » Informationen der Fakultät zu dieser Thematik
Wann oder wie wähle ich meine Studienrichtung Vom offiziellen Standpunkt her, wählst du deine Studienrichtung erst im Formular zum Studienabschluss verbindlich. Inoffiziell ist es sinnvoll, sich möglichst früh für eine Studienrichtung zu entschieden, weil eine gute Planung des Studiums andernfalls sehr schwierig ist.
Diese Tipps wurden von uns nach bestem Wissen zusammengestellt. Wir können aber keine Verantwortung für Fehler übernehmen. Im Zweifelsfall informiere dich direkt bei der Uni.
Einen besseren Zeitpunkt, um diesen Artikel zu verfassen, gibt es gar nicht. Gerade in diesem Moment halte ich ein gedrucktes und gebundenes Exemplar meiner eigenen Bachelorarbeit in den Händen, an der ich während den letzten 3 ½ Monaten Tag und Nacht gearbeitet habe. Ich möchte deshalb auf den folgenden Seiten versuchen, diese Erlebnisse und Erfahrungen ein wenig zusammenzufassen und dir einen Einblick darin zu geben, was es heisst, eine Bachelorarbeit zu verfassen. Der ProzessAn erster Stelle steht die Themenfindung, die auf zwei Arten erfolgen kann. Entweder wird dir ein Thema vorgegeben, das du dir auf den Homepages der jeweiligen Lehrstühle aussuchst oder dir von deinem Betreuer vorgelegt wird, oder aber du trittst mit einem eigenen Themenvorschlag an den entsprechenden Lehrstuhl heran.
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